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Paulas Nachrichten

29.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

UNTERENSINGEN. Eltern mit kleineren Kindern stehen zurzeit öfters mal im Regen. Da ist am Freitag noch nicht bekannt, ob und in welchem Umfang die Kindertagesstätten montags öffnen. So war es auch am Ende der Weihnachtsferien, als am 7. und 8. Januar nicht klar war, wie es am Montag, 11. Januar, weitergeht.

Dazu erreichten die Gemeinde zahlreiche Anrufe und E-Mails, in denen sich Eltern darüber beschwerten, dass sie am Donnerstag und Freitag nach Dreikönig keine Informationen zur Notbetreuung, zu den Betreuungszeiten und zum Mittagessen bekommen hatten. Einige der Mails samt Antworten des Gesamtleiters der Kinderbetreuungseinrichtungen, Raphael Koller, lagen den Gemeinderäten bei der letzten Sitzung vor.

Bürgermeister Sieghart Friz stellte sich vor seinen Mitarbeiter und gab ein Statement ab, das sich teilweise mit dem deckte, was Koller den Eltern geantwortet hatte. Er bat um Verständnis, dass auch die Verwaltung sich bis zum 10. Januar im Lockdown befunden habe, damit auch Koller und seine Stellvertreterin. Trotzdem sei Koller am Donnerstag, 7. Januar, im Büro gewesen, habe eine Information an die Eltern verschickt und habe einige E-Mails beantwortet. Daher sei der Vorwurf, er sei nicht erreichbar gewesen, nicht richtig.

Die Verordnungen des Landes kamen zu kurzfristig

Die entsprechende Verordnung, die ab Montag, 8 Uhr, gelten sollte, sei erst am Freitag gekommen, da sei eine Kommunikation, die alle rechtzeitig erreichen sollte, natürlich schwierig. Weitergeben könne die Verwaltung, über welchen Kommunikationsweg auch immer, nur das, was sie sicher wisse und was feststeht. Die Verwaltung sei in ständigem Kontakt mit Koller, der Schule und dem Kinder- und Jugendbeauftragten Klaus Nimmrichter und daher immer im Bilde.

Friz sagte, er verstehe die Nöte der Eltern, deren Nerven in dieser Situation blank liegen. Allerdings verbringe Koller inzwischen viel Zeit damit, Elternfragen und -rückfragen zu beantworten. Die Verwaltung sei immer offen für Vorschläge, bitte jedoch darum, Aktionismus zu unterlassen. Es seien Fragen gestellt worden, deren Antwort eigentlich aus dem Anschreiben an die Eltern vom 7. Januar hervorgegangen wäre. Alleine die Frage nach dem Essen sei nicht geklärt worden, da es keine Nachricht des Caterers gab.

Bei der Gelegenheit merkten die Eltern in ihren Mails noch andere Dinge an, die sie an der Verwaltung im Allgemeinen und der Gesamtleitung der Kinderbetreuungseinrichtungen im Speziellen auszusetzen hatten. So wurde kritisiert, dass die Betreuungszeiten am Freitag um 13 Uhr enden, was nicht besonders arbeitnehmerfreundlich und nicht mehr zeitgemäß sei. Außerdem war die Rede von Zugezogenen, die bei der Platzvergabe bevorzugt würden.

Die Gemeinderäte diskutierten ausführlich über die Elternschreiben, stellten sich mehrheitlich hinter Koller und äußerten teilweise Unverständnis für die Eltern: „Dann gibt man den Kindern eben mehr Vesper mit, wenn man nicht weiß, ob es Mittagessen gibt“, meinte Mark Lebsanft.

Helmut Hallass ging darauf ein, dass erst vor wenigen Jahren der Kinderbetreuungsbedarf mit einer Elternbefragung ermittelt worden sei. Sollte sich dieser Bedarf geändert haben, müsste er über eine erneute Befragung ermittelt und erweiterte Betreuungszeiten vom Gemeinderat beschlossen werden.

Klaus Wagner sagte, dass die schlechte Stimmung unter den Eltern nicht gut für die Gemeinde sei und forderte, die Kommunikation zu verbessern, damit Nachrichten nicht nur über die Elternbeiratsvorsitzenden an alle anderen verteilt werden. Er möchte ein konkretes Fallbeispiel zu der Behauptung, ein kürzlich zugezogenes Kind habe früher einen Platz bekommen, als ein schon länger angemeldetes Unterensinger Kind. Deshalb schlug er vor, dass der Kinder- und Jugendausschuss mit Koller und den Elternvertretern diskutieren, einen positiven Weg einschlagen und die Stimmung verbessern solle.

Friz sagte zu, dass der Kinder- und Jugendausschuss wieder tagen werde, sobald das wieder möglich sei. Er nimmt für die Zukunft mit, dass die Verwaltung in diesen Zeiten mehr mit den Eltern und ihren Vertretern kommunizieren sollte. Immerhin stehen die nächsten Daten, zu denen Entscheidungen fallen, kurz bevor.

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