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28.06.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WENDLINGEN. Die Fraktion der Grünen in Wendlingen hat einen Antrag in der letzten Sitzung des Gemeinderats eingereicht, mit dem sie fordert, dass sich die Stadt Wendlingen dem Städteappell der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen anschließt.

Unter dem Tagesordnungspunkt Anträge erläuterte die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen am Dienstag dazu die Hintergründe. Ursula Vaas-Hochradl wies dabei auf die Bedrohung von Atomwaffen hin. Im Falle eines atomaren Angriffs seien bewohnte Gebiete wie Städte und Gemeinden die ersten Betroffenen. 93 Prozent der Befragten in Deutschland sprechen sich für ein Verbot von Atomwaffen aus. Bis heute habe Deutschland den internationalen Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen, der auf der UN-Generalversammlung am 7. Juni 2017 von 122 Staaten angenommen worden war, bislang nicht unterzeichnet. Seit dem 22. Januar dieses Jahres ist der Vertrag in Kraft.

Ziel ihres Antrages ist nach den Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden, dass die Stadt Wendlingen den Städteappell der internationalen Kampagne Ican (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) so wie bereits zahlreiche andere Kommunen unterstützt und unterzeichnet. Für ihre Bemühungen um ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen wurde Ican vor vier Jahren mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Mit dem Städteappell soll der Bundesregierung deutlich gemacht werden, dass ein Großteil der Bundesbürger Atomwaffen klar ablehnt und dass Deutschland dem UN-Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen beitreten soll. Die Grünen hoffen nun, dass viele Ratsmitglieder der anderen Fraktionen ihren Antrag ebenfalls unterstützen. Nach den Worten des Bürgermeisters soll die Beratung dieses Antrags in der Juli- aber spätestens in der Septembersitzung des Gemeinderats stattfinden.

Geht es nach dem Willen der Grünen soll der Text dieses Appells auf der Internetseite der Stadt Wendlingen veröffentlicht werden.

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