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Paulas Nachrichten

12.09.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN. Ins Grüne lädt der Kulturverein Provisorium am Freitag/Samstag, 18./19. September ein. An diesen beiden Tagen steigt das Streuobstwiesenfestival „WoodStockbrot“. Der Titel des Events lässt erahnen, was da zusammenkommen soll: das Flair von Woodstock gepaart mit Stockbrot. An beiden Tagen treten mehrere Bands und Solokünstler auf, und bewirtet ist das Ganze natürlich auch. Das Publikum – maximal 99 Besucher dürfen es pro Abend sein – lagert auf mitgebrachten Decken und die hoffentlich noch spätsommerliche Witterung tut das ihrige für eine relaxte Abendstimmung.

Und das ist geboten: Am Freitag kredenzt Prince Valium French-Powerchansons, Les Millionaires spielen minimalistischen Chanson-Punk und DJ Applepress rundet den Abend musikalisch mit tanzbarem Welt-Electro ab. Den Samstagabend werden Lucky 13 mit Wild-Surf und Rockabilly einstimmen. King Automatic spielt als One Man Band R’n’B und Rocksteady. Anna Gemina heizt mit kraftvollen Beats und einer tollen Stimme den Indie-, Electro-, Bass und Pop-Fans ein. Organic Playground lädt dann zum Abschluss mit einer speziellen audio-visuellen Show zum Träumen zu Ethnotronic Sounds und Live Visuals ein. An beiden Abenden wird Videokünstlerin Juladi mit ihrer visuellen Live-Performance bei Dunkelheit die Musik auch bildhaft erlebbar machen. Dazu kredenzt Nürtingens Streuobst-Melangerie nachhaltig hergestellte Drinks aus einem im Stil der Blumenkinder ausgebauten mobilen „EriBAR-Wohnwagen“.

Wo das Ganze stattfindet, daraus wurde bisher ein Geheimnis gemacht und nur wer vorab Tickets per E-Mail reservierte, erfuhr den Veranstaltungsort. Aber Zeitungsleser wissen bekanntlich mehr: Die Streuobstwiesen-Party steigt beim Reiner-Pavillon am Galgenberg. „Die Wiese dort ist zwar keine Streuobstwiese“, schmunzelt „Provi“-Vorstandsmitglied Thomas Prou, „aber sie grenzt an eine solche.“ Eine geeignete Streuobstweise zu finden habe sich als nahezu unmöglich herausgestellt. „Wir haben lange gesucht, aber viele Streuobstwiesen liegen im Naturschutzgebiet oder sind schwer oder gar nicht zugänglich.“ Da habe auch das Ordnungsamt der Stadt, das bei der Suche behilflich war, nichts ausrichten können.

Seit März kann das „Provi“ coronabedingt keine Indoor-Veranstaltungen in seinen Räumen mehr anbieten. Stattdessen hat der Verein bei anderen Kulturveranstaltungen wie dem Kulturschaufenster oder der Kulturbühne mitgemacht. Anfang August gab’s dann noch das „SOS am Neckar“, und jetzt hofft das „Provi“-Veranstaltungsteam, mit „WoodStockbrot“ wieder dringend benötigte Einnahmen erwirtschaften zu können.

Die Hoffnung scheint durchaus berechtigt, denn dieses Veranstaltungsprojekt wird mit 9600 Euro vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur gefördert. Zwei Drittel dieses projektbezogenen Zuschusses, erklärt Thomas Prou, geht an die auftretenden Künstler, ein Drittel soll die Kosten für Technik und Corona-Maßnahmen decken. Was darüber hinaus erlöst wird, also das Eintrittsgeld, geht an den Kulturverein. Und der hat das Geld dringend nötig, wie Elke Radtke vom WoodStockbrot-Organisationsteam betont: „Seit 30 Jahren gibt es das Provisorium. Derzeit stecken wir voll in einem Überlebenskampf. Ein paar Monate können wir noch durchhalten, wenn dann nichts passiert, geht’s Licht aus.“

Anfang Oktober startet das „Provi“ mit einem kleinen Programm

Trotz der für Veranstaltungen in Coronazeiten sehr ungünstigen Raumsituation – ins „Provi“ dürfen derzeit pro Veranstaltung maximal 25 Personen, sagt Prou, außerdem sei es baubedingt an manchen Stellen schwierig, den Mindestabstand einzuhalten – hat der Kulturverein ein Programm mit sechs Veranstaltungen ausgetüftelt, das am 2. Oktober an den Start geht.

Einlass zum „WoodStockbrot“-Festival ist am Freitag ab 18 Uhr, am Samstag ab 16 Uhr. Eine Maske soll mitgebracht werden sowie eine Decke oder Isomatte zum Draufsitzen. Da das Festival bei jedem Wetter stattfindet, sollte jedermann an Regenschirm, warme Kleidung und eine Decke denken. Tickets gibt es auf der Webseite www.provisorium-nt.de. Dort wird dann auch bekannt gegeben, ob es noch Resttickets an der Abendkasse gibt.

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