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Paulas Nachrichten

21.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Exakt 3534,3 Kilometer – ziemlich genau die Distanz zwischen Nürtingen und dem Nordkap – legten die 107 Teilnehmer der ersten RCN-Challenge zwar mit vereinten Kräften, dennoch vorschriftsgemäß separiert, zurück.

Diese vielen Kilometer kamen auf dem Rad, auf dem Ruderergometer oder joggend zusammen. Mitmachen konnten alle Vereinsmitglieder, vom jüngsten Ruderküken bis zum Mastersruderer oder Breitensportler sowie deren Familien. Und so summierten sich bei dieser 24-Stunden-Challenge, die von Trainer Max Schuster und Tim Liebrich initiiert worden war, über dreieinhalbtausend Kilometer. Ursprünglich anvisiertes Ziel waren eintausend Kilometer gewesen – letztlich hatte sich da sich wohl so mancher seinen Corona-Frust von der Seele trainiert.

Allein die beiden A-Junioren Jurek Sauter und Elias Mürle trugen jeweils 201 Radfahr-Kilometer bei. Fleißigster Ergometer-Ruderer war Luca Swoboda, der sagenhafte 100 Kilometer binnen eines Tages auf dem Gerät schaffte. Dazu benötigte er sieben Stunden und zwanzig Minuten. „Danach hatte ich Muskelkater an Stellen, wo ich gar keine Muskeln vermutet hatte“, meinte der erschöpfte, aber glückliche B-Junior zu seiner Leistung. Dazu kamen noch weitere Marathon-Distanzen auf dem Ergometer, etwa von Martin Fouqué und Jan Haßdenteufel.

Doch auch die kleinen Beiträge, so jeweils ein gelaufener Kilometer von den zehnjährigen Zwillingen Felina und Catalina Bartoly und zweimal je sechs Kilometer Radfahren der Geschwister Mia und Lisa Maier, addierten sich mit zum famosen Endergebnis auf.

Wo normalerweise jetzt das Training zu Wasser und im Kraftraum auf Hochtouren liefe und in Kürze bereits wichtige Entscheidungsregatten anstünden, hat das Corona-Virus den gesamten Betrieb im Ruderclub und vorerst auch alle sportlichen Wettkämpfe lahmgelegt – fast schon die gesamte Saison wurde abgesagt. Zwar bleiben die Türen des Bootshauses auf noch unbestimmte Zeit verschlossen und die Boote liegen trotz des herrlichen Wetters ungenutzt in ihren Lagern. Doch alle Sportler hoffen noch immer, dass wenigstens im Herbst einige der Regatten stattfinden können, etwa eine verlegte Landesmeisterschaft oder auch die eigene RCN-Regatta in Nürtingen.

Deshalb versuchen die meisten, sich fit zu halten und ihre im Winter hart antrainierte Form zu konservieren. Wer wollte, konnte sich dafür einen der Ruderergometer des Clubs für zuhause leihen. Und alle haben die Hoffnung, bald wieder das Trockenrudergerät mit einem echten Boot tauschen zu dürfen. kk

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