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02.07.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ERKENBRECHTSWEILER (pm). In der jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat unter anderem mit der Feststellung der Eröffnungsbilanz der Gemeinde zum Stichtag am 1. Januar 2020. Mit Einführung des Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens haben die Kommunen nach der Gemeindeordnung ihre Bücher in Form der doppelten Buchführung darzustellen.

Der Jahresabschluss besteht aus einer Ergebnis- und einer Finanzrechnung sowie aus einer Bilanz. Das neue Recht verlangt die Erstellung einer Eröffnungsbilanz, die das kommunale Vermögen und die Schulden umfassend darstellt.

Dementsprechend hat die Kommune ihr gesamtes Vermögen (Immaterielles Vermögen, Sachvermögen und Finanzvermögen) sowie die Schulden zu erfassen und zu bewerten. Das Vermögen ist zusätzlich in einer Vermögensübersicht aufzulisten. Die Schulden der Kommune sind in einer Schuldenübersicht nachzuweisen.

Erkenbrechtsweiler hat zum 1. Januar 2020 sein Rechnungswesen vom kameralen System auf das doppische „Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen“ umgestellt. Kraft Gesetz ist die Gemeinde dazu verpflichtet, eine Eröffnungsbilanz zu erstellen.

Die Bewertung jener Vermögensbestandteile, die bislang nicht in den kameralen Anlagenachweisen geführt waren, insbesondere das Infrastrukturvermögen wie Straßen, Gebäude und so weiter, wurden vom Büro KWD Rech mit Unterstützung der Kämmerei vorgenommen.

Diese Bewertung erfolgte in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des Umstellungsprozesses. Insgesamt sind bei der Gemeinde rund 1750 Anlagen nunmehr im Bestand geführt, welche einzeln zu ermitteln, prüfen und zu erfassen waren.

Bürgermeister Roman Weiß begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Daniela Rech, die mit der Kämmerei in den letzten Jahren in aufwändiger Kleinarbeit das gesamte Vermögen der Gemeinde erfasst, bewertet und die Gemeinde in diesem Prozess stark unterstützt hat. Gemeinderat Michael Schön verwies auf die Bilanzsumme in Höhe von 17,9 Millionen Euro und fragte nach, ob hier Vergleiche zu anderen Kommunen gemacht werden können. Kämmerin Raisch erläutert, dass ein direkter Vergleich nur schwer möglich ist. Gemeinderat Arnold Goller fragte nach, wie oft die Bilanz zukünftig zu erstellen ist. Die Kämmerin erläuterte, dass die Eröffnungsbilanz, die den Grundstein bildet, einmalig zu erstellen ist. Künftig ist dann jedes Jahr eine Bilanz mit dem Jahresabschluss zu erstellen.

Das Gremium stellte im weiteren Verlauf der Sitzung die Eröffnungsbilanz einstimmig fest.

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