Wendlingen

Nichts dazugelernt?

09.02.2011 00:00, Von Gaby Kiedaisch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Man sollte es nicht für möglich halten: Die Schlichtungsgespräche mit Heiner Geißler waren für die Politik ein Lehrstück sondergleichen. Dahingehend ist die Informationspolitik der Stadt Wendlingen zu begrüßen, als sie wie am Montag zur Bürgerversammlung zu „Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm“ eingeladen hatte. Transparenz und Offenheit werden vom Bürger honoriert, weil er sich ernst genommen fühlt und nicht lediglich zum Stimmvieh degradiert, das alle paar Jahre sein Kreuzchen auf dem Stimmzettel machen darf.

Es hätte auch eine gute Veranstaltung werden können, wenn einige Dinge sorgfältiger bedacht und vorbereitet worden wären. Denn dass Informationsbedarf besteht, das hat man am voll besetzten Saal gesehen. Zuhörer Adolf Triffterer sprach vielen aus dem Herzen, als er die schnittbogenartigen Pläne kritisierte, mittels derer die Bahn die Örtlichkeiten und die geplanten Bauwerke in der Versammlung erläuterte: wer nicht von Berufs wegen gewohnt war, die Pläne zu lesen – und wer war das schon –, war hilflos verloren und verstand nur „Bahnhof“. Bürgermeister Günter Riemer aus Kirchheim sprach Tacheles: „Wenn Sie mit solchen Plänen zu unserer Bürgerversammlung kommen, können Sie gleich wieder einpacken“, watschte er unter Beifall die Vertreter der Bahn ab.


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