Wendlingen

Köngener Waldkindi: Endlich geht es los

08.03.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Brrr. . . es ist eisig kalt, der Wind pfeift übers freie Feld hinter dem Köngener Reitverein. Das ficht allerdings die dick eingepackten Kinder, die seit letzter Woche den Waldkindergarten besuchen, nicht an. Sie bauen Eisskulpturen. „Es ist kaum zu glauben“, sagt Alexandra Vogel und blickt etwas staunend auf die spielende Kinderschar, in der auch zwei ihrer eigenen Kinder herumwuseln. Bernd und Alexandra Vogel waren die treibenden Kräfte bei der Realisierung des Waldkindergartens. „Aus dem Gedankenspiel ist jetzt Realität geworden“, sagt Bernd Vogel fast ungläubig. Denn in den zwei Jahren mussten einige Hürden genommen werden. Einen geeigneten Platz zu finden, erwies sich als schwieriger, als ursprünglich gedacht. Auf einem Grundstück der Gemeinde fand der Waldkindergarten schließlich eine Fläche. Doch eigentlich ist das Kindergartenareal der angrenzende Wald. Bei Streifzügen mit den Erzieherinnen sollen die derzeit neun Kinder dort ein gutes Gespür für die Natur bekommen. Eine tolle Teamarbeit bescheinigt Bernd Vogel den Eltern, die an der Konzeption oder auch an der handwerklichen Umsetzung mitgearbeitet haben. Unterstützung gab es zudem von der Bürgerstiftung, die fast 35 000 Euro beisteuerte. 5000 Euro Anschubfinanzierung gab es von der Gemeinde, die gemäß dem Kindergartenvertrag außerdem 21 700 Euro beisteuert. Der Waldkindi ist in den Bedarfsplan der Gemeinde aufgenommen. Und Bedarf ist vorhanden. Für April sind noch zwei Kinder angemeldet, dann sind nur noch einige wenige Plätze frei, sagt Alexandra Vogel. Am 5. Mai ist ein Tag der offenen Tür anvisiert. sg