Wendlingen

Bahn vergibt Auftrag für den Bau der Neubaustrecke über das Neckartal bei Wendlingen

23.12.2015 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat am Montag im Zusammenhang mit der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm den Bau des Abschnitts über das Neckartal bei Wendlingen an die Bietergemeinschaft Max Bögl Stiftung & Co. KG/Leonhard Weiss GmbH & Co. KG vergeben. Das teilte das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung mit. Der Auftragswert betrage rund 24 Millionen Euro. Die beiden Baufirmen seien bereits in anderen Abschnitten für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm tätig. „Mit der heutigen Vergabe kann auf der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm nun auch die Schnittstelle zum Projekt Stuttgart 21 gebaut werden“, wird Jens Hallfeldt, DB-Projektleiter für den Abschnitt Albvorland in der Presseerklärung zitiert. Das Baulos des Streckenabschnitts Neckartal im Albvorland umfasse unter anderem den Bau von zwei Brücken. Die Neckartalbrücke werde als dreifeldriges Bauwerk über den Neckar mit einer Spannweite von 135,5 Metern gebaut. Die Stützweiten zwischen den Pfeilern betrügen hierbei 41,5, 50 und 44 Meter. Östlich der Neckarbrücke entstehe die Eisenbahnüberführung Neckartalbahn. Auf dieser überquere die Neubaustrecke die bestehende Bahnstrecke Plochingen–Tübingen sowie die neue Landstraße 1250 und einen Wirtschaftsweg. Auch die Eisenbahnüberführung über die Neckartalbahn werde als ein dreifeldriges Bauwerk mit 58,55 Metern Spannweite hergestellt. Hier lägen die Stützweiten bei 16,6, 25,85 und 16,1 Metern. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, würden neben dem Bau der Neubaustrecke im Zuge des Projekts auch Maßnahmen an der bestehenden Eisenbahnstrecke Plochingen–Tübingen umgesetzt. Dies betreffe den Bahnhof Wendlingen sowie die beiden Streckenbereiche, an denen zukünftig die Kleine Wendlinger Kurve (bei Oberboihingen) und die Güterzuganbindung abzweigen. Dafür müssten Weichen eingebaut und die Oberleitung angepasst werden. In Wendlingen entstehe an der Einmündung der Güterzuganbindung zudem eine 370 Meter lange Lärmschutzwand. Das Bild, eine Visualisierung der Deutschen Bahn, gibt eine Vorstellung davon, wie das Brückenbauwerk in Betrieb aussehen soll. pm