TG Nürtingen

Das lang ersehnte Ziel vor AugenHalle-Neustadt könnte bereits morgen den Erstliga-Aufstieg schaffen

04.05.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der SV Union Halle-Neustadt kann sein lange ersehntes Ziel morgen mit einem Sieg über die Nürtinger Zweitliga-Handballerinnen klar machen. Sollten dann wenig später die direkten Verfolger aus Herrenberg und Kirchhof verlieren, wäre der Verein nach 20 Jahren wieder erstklassig. Und das lange Warten hätte ein Ende gefunden. „Die Vorbereitungen laufen bereits“, sagt Pressesprecher Marcel Gohlke. In Bälde sollen zwei, drei der anvisierten vier bis fünf Neuzugänge vorgestellt werden. Mit Tanja Logvin, die im Dezember bei Tabellenführer Rosengarten/Buchholz anheuerte und mittlerweile beim Erstligisten Neckarsulmer Sport-Union bis Rundenende auf der Bank sitzt, hat der Verein bereits eine neue Trainerin verpflichtet. Die Weichen sind gestellt für den einzigen Zweitliga-Klub, der eine Erstliga-Lizenz beantragt hat und der über beste Voraussetzungen verfügt. Die Halle des Hauptsponsors wurde vor vier Jahren gebaut, bietet 1200 Zuschauern Platz und ist mit die modernste, die es im deutschen Frauenhandball gibt. Zudem ist der Etat mit rund 400 000 Euro üppig. „Für die erste Liga müssten wir noch 100 000 bis 200 000 Euro draufpacken“, weiß Gohlke. Ein allzu großes Problem dürfte das nicht unbedingt sein, viel schwieriger gestaltet sich hingegen oftmals die Spielerinnenakquise. „Wir haben hier Plattenbau. Wenn potenzielle Neuzugänge das sehen, schütteln sie meist erst mal mit dem Kopf“, so der Union-Pressesprecher. Dafür schnürt der Verein ein tolles Gesamtpaket. Es beinhaltet ein Auto und eine Wohnung für jede Spielerin. Sechs bis sieben Mal wird schon heuer trainiert. Beste Bedingungen also, um Profi-Handball zu spielen. Fehlt noch die Rückkehr in die Erste Liga. In der Vergangenheit scheiterte der Verein stets sportlich, unter anderem oftmals in der Relegation. Gohlke: „Wir strampeln seit 20 Jahren.“ Dieses Mal sollte es klappen – zumal die Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) eine Regelung getroffen hat, die dem SV Union eine weitere Tür geöffnet hat, falls er nicht mindestens den dritten Platz erreicht, der für einen sportlichen Aufstieg benötigt wird. „Wir bekommen es auf den Silbertablett präsentiert“, so der Pressesprecher. Wenn Halle-Neustadt nicht Zweiter oder Dritter wird, wird es Entscheidungsspiele gegen den Tabellenletzten der Ersten Liga, den Nachbarn HC Rödertal, geben. „Die wollen wir aber auf alle Fälle vermeiden“, sagt Gohlke. Auch, weil ein Großteil der Mannschaft zum anberaumten Termin nach der Punkterunde bereits den Urlaub gebucht hat. jsv

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