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01.12.2018 00:00, Von Jens S. Vöhringer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ich sag’s dir, aber schreib nix.“ Mit solchen Aussagen werden Journalisten tagtäglich konfrontiert. Und dann? Was tun? Vor allem, wenn man schon wusste, was einem da auf einmal anscheinend so ganz heiß serviert wird und man eigentlich nur nochmals nachfragen wollte, ob an der Sache denn etwas dran sei. Es sind genau diese Sätze, die einen oft ziemlich zweifeln lassen. Trotzdem schreiben ist sicher eine Option. Das Problem danach: Der Informant ist das in dieser Funktion sicher zum letzten Mal gewesen. Außerdem gehört es natürlich auch in unserem Beruf dazu, Wort zu halten.

   Also, lieber noch ein bisschen warten – und hoffen, dass es die Konkurrenz nicht schreibt. Gerade in Zeiten des multimedialen Überangebots auch im weltweiten Netz kann das Ganze dann aber rasch nach hinten losgehen. „Dann kommen wir daher wie d’ alt’ Fasnet“, bringt es ein Kollege gerne auf den Punkt, wenn zu viel Zeit verstreicht bis zur möglichen Veröffentlichung. Um jeglichem Ärger vorzubeugen, wandte ein früherer Kollege folgenden Trick an, wenn er auf Nummer sicher gehen wollte: „Wenn du was weißt, dass ich nicht schreiben soll, sag es mir erst gar nicht“, entgegnete er besonders vorsichtigen Gesprächspartnern.


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