Gesund

Wohlbefinden mit ätherischen Ölen

25.05.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Aromatherapie

Auch bei Massagen kommt ätherisches Öl zum Einsatz. Foto: Kurverwaltung Bad Füssing

lps/Cb. Unter dem Begriff Aromatherapie kann man die Anwendung ätherischer Öle zusammenfassen. Mit dem Einsatz dieser Substanzen will man die Gesundheit positiv beeinflussen und den Zusammenhalt von Körper, Geist und Seele fördern. Schon zur Zeit der alten Hochkulturen Ägyptens und des Zweistromlands wurden Duftstoffe meist als Räucherwerk für rituelle und therapeutische Zwecke eingesetzt. Wohlriechende Kräuter und Harze wurde verbrannt und Duftöle aufgetragen.

Die heutige Bezeichnung Parfüm (lateinisch per fumum – durch Rauch) verweist auf die Geschichte. Ein französischer Chemiker namens Gattefossé wurde unbeabsichtigt zu einem Vorreiter der modernen Aromatherapie. In seinem Labor ereignete sich eine Explosion, durch die er Verbrennungen an Händen und Kopfhaut erlitt.

Die Verletzungen versorgte er mit Lavendelöl, was für eine schnellere Heilung ohne auffällige Narbenbildung sorgte. Nach diesem Ergebnis stellte er Nachforschungen an. 1918 entwickelte der Wissenschaftler eine antiseptische Seife auf der Grundlage von ätherischen Ölen. In seiner weiteren Forschung widmete er sich vor allem der Bergamotte-Essenz und deren antiseptischen Eigenschaften. In den 1930er-Jahren wurden seine Werke über Aromatherapie und Antiseptika bekannt und in etliche andere Sprachen übersetzt. Sie dienten als Grundlage der Anwendung ätherischer Öle. Ätherische Öle sind frei verkäuflich und von jedem anwendbar. Dem Arzneimittelrecht unterliegen sie nur, sofern sie in Arzneimitteln enthalten sind. Die Bezeichnung Aromatherapie ist nicht gesetzlich geschützt. Dennoch müssen bei ihrer Anwendung gewisse Regeln beachtet werden, denn auf empfindlicher Haut können die Öle bei unsachgemäßem Einsatz Reizungen verursachen.

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