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Lebensenergie in Fluss bringen

29.09.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Abwehrkräfte stärken mit Hilfe von TCM

Für eine gute Gesundheit ist eine funktionierende Abwehrkraft wichtig. Deutlich wird dies zu bestimmten Jahreszeiten, in denen viele Menschen an Erkältungen leiden. Auch mit zunehmendem Alter sinken die Abwehrkräfte und dann treten vermehrt Krankheiten auf, die mit einer schlechten Abwehr einhergehen. Jetzt im Herbst und mit den kommendem Wintermonaten häufen sich die Erkältungskrankheiten, besonders abwehrschwache Personen müssen aufpassen. Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) hat eigene Erklärungen für das Auftreten einer Abwehrschwäche oder warum bestimmte Personengruppen unter einer solchen leiden.

Was kann man im Alltag tun und welche Methoden der TCM kann man anwenden, um die Abwehr zu stärken? „Nach der TCM-Lehre muss das Qi von fünf Meridianen – besonders wichtig Nieren-, Milz und Lungenmeridian, daneben noch Herz- und Lebermeridian – ausreichend vorhanden sein, und das Yin und Yang des Körpers im Gleichgewicht sein, damit wir gesund bleiben können“, erklärt die chinesische Ärztin und Heilpraktikerin Cuiling Zhang.

Was aber führt zu einem Abnehmen der Abwehrkräfte und wie kann man dem entgegenwirken?

1. Dauerstress: Schlechter Stress beeinflusst negativ das vegetative Nervensystem und die hormonproduzierenden Drüsen (Endokrines System). Stressige und anstrengende Arbeitsbedingungen erschöpfen auf die Dauer das Qi und schwächen so das Immunsystem. Aufgrund der mangelnden Ruhephasen kann sich das Qi nicht schnell genug regenerieren und das Yang wird angegriffen. Besonders der Nieren-Yang-Mangel ist eine Folge der Überarbeitung. Bei einer schlechten Abwehr ist zunächst auf einen Dauerstress zu achten und diesen womöglich abzubauen.

2. Zu wenig oder zu später Schlaf: Ein guter Schlaf hilft bei der Abwehrstärkung. Vor 23 Uhr schlafen gehen führt zu einer guten Entgiftung des Körpers und damit verbunden zu einem guten, frischen Blutbild. Das Abwehrsystem wird somit gestärkt.

3. Falsche Ernährungsweise: Oft wird zu wenig Gemüse und Obst gegessen, während zu viel Fleisch und Milchprodukte verzehrt werden. Ernährt man sich zu einseitig, zu unregelmäßig oder führt radikale Diäten durch, kann dies zu einem Mangel an Abwehrvermögen führen. Das Abwehrsystem braucht bestimmte Stoffe in ausreichender Menge, um gut zu funktionieren. Zu kaltes Essen und Trinken schwächt das Milz-Qi. Regelmäßiges, warmes Essen und Trinken stärkt das Milz-Qi und lässt es gut zirkulieren.

4. Zu wenig Bewegung oder übertriebener Sport: Eine gute Bewegung an der frischen Luft führt zu einer Belüftung der Lunge und zur Stärkung des Lungen- und Milz-Qi. Dies erreicht man auch durch Atemübungen, Tai Chi, Qi Gong und Yoga. Allerdings ist darauf zu achten, dass bei nasskaltem oder windigem Wetter gerade bei einem Lungen-Qi-Mangel die Lunge angegriffen wird. Übermäßiges Training beziehungsweise bestimmte Sportarten können sich ebenfalls negativ auf Qi-Fluss und Abwehrkraft auswirken.

5. Alter und chronische Krankheiten: Chronische Krankheiten und das Alter führen meistens zu einer Nieren- und Milzschwäche. Die TCM behandelt hier individuell mit unterschiedlichen Methoden, zum Beispiel Akupunktur, Tuina-Massage, Kräuter, Guasha und so weiter, um die Abwehr zu stärken und die Krankheit zu heilen.

6. Falsche Verhaltensweisen: Im Alltag zeigt man oft ungünstige Verhaltensweisen, die zu einer Schwächung der Abwehrkräfte führen können: Schlafen bei offenem Fenster, Haare nach dem Waschen nicht trocken föhnen, mit nassen Haaren schlafen, Nierenbereich, Bauchnabelbereich und Unterbauch frei lassen, barfuß auf kaltem Boden laufen und so weiter Nach der TCM führen diese äußeren Krankheitsfaktoren zu Wind, Kälte und Nässe. Im Körper führt dies zu Blockaden und stört den Qi- und Blutfluss. Das daraus resultierende Ungleichgewicht von Yin und Yang führt zur Abwehrschwächung.

7. Übermäßige Emotionen: Gemäß der TCM schädigt jede übermäßige Emotion über die Meridiane innere Organe. Sie stören die Zirkulation des Qi und können eine Qi-Stagnation bewirken. Zum Beispiel schädigt übermäßige Freude und Begierde das Herz. Herzklopfen, Unruhe und Schlaflosigkeit sind die Folge. Die Bildung des Abwehr-Qi wird gestört. Zu intensives Grübeln schädigt das Milz-Qi, Trauer das Lungen-Qi und Angst beeinflusst negativ das Nieren-Qi. Analog gilt dies für andere Emotionen und dazugehörige Organe, immer wird dabei die Abwehr geschwächt. Die Methoden der TCM führen zu einem ausgeglichenen emotionalen Zustand und führt über den Gleichgewichtszustand von Yin und Yang zur Vorbeugung von Krankheiten.

8. Weitere Faktoren zur Schädigung der Abwehr: Rauchen, zu viel Alkohol, zu scharfes Essen und so weiter. Diese Faktoren sind nach Möglichkeit zu vermeiden, wenn man über eine stabile Abwehr verfügen will.

Zusammenfassung

Für die Gesundheit ist maßgeblich das Immunsystem mit seinen Abwehrkräften verantwortlich. Nach TCM sind hauptsächlich Lunge, Niere und Milz dafür zuständig, die das Abwehr-Qi produzieren. Durch Fehler und Unzulänglichkeiten kann man dessen Bildung behindern. Besonders ein hektischer Lebens- wandel mit Stress, zu we- nig Schlaf, übermäßigen Emotionen und einer fal- schen Lebensform macht sich hier bemerkbar. Durch eine richtige Ernährung, angemessene Be- wegung sowie Ruhe und Erholung kann man schon die Abwehr verbessern. Aber häufig muss Hilfe von außen erfolgen, um die Abwehr zu stärken. Die TCM bietet vielfältige Methoden an, um die Abwehr zu stärken zum Beispiel mit Akupunktur, Kräutertherapie, Tuina- Massage, Guasha und so weiter. Hierdurch kann man Körperblockaden beseitigen und schwache Organe stärken. Qi-Fluss und Durchblutung wer- den gefördert und die Abwehrkräfte gestärkt. Daneben wird Stress ab- gebaut, der Schlaf wird besser und die Emotionen stabil. Akute und chronische Krankheiten können positiv beeinflusst und geheilt werden. pm

Thema: Gesund

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