Gesund

Knieschmerzen im Alter

29.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

lps/Bi. Jede zweite Frau über 60 verspürt häufig ein Zwicken im Knie, was nicht selten in der Diagnose Arthrose endet. Bereits 2002 wurde durch eine Studie bekannt, dass eine Knie-Spiegelung nicht besser wirkt als ein Eingriff, welcher nur zum Schein gemacht wird. Daher raten Experten, sich anstatt vielen weitestgehend nutzlosen Operationen zu unterziehen, eher auf alternative Methoden zur Schmerzlinderung zu konzentrieren. Im Idealfall können diese Arthrose sogar aufhalten. So wissen unter anderem nur wenige, dass Fehlbelastungen oder -stellungen der Beinachse eine Arthrose begünstigen können. Ist die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten, können daher bereits präventive Maßnahmen Abhilfe schaffen. Gezielte Physiotherapie sowie die lokale Injektion von Medikamenten in das Kniegelenk, beispielsweise mit Hyaluronsäure, wirken wahre Wunder. Ist die Krankheit hingegen bereits fortgeschritten, kommt man leider meist nicht um eine Operation herum. Jedoch gibt es mittlerweile einen neuen Ansatz als Alternative zu einem künstlichen Gelenk. Dabei werden körpereigene Stammzellen künstlich vermehrt und damit die defekten Stellen im Knie ausgefüllt. Führt eine fortgeschrittene Arthrose zu chronischen Schmerzen, kann eine multimodale Schmerztherapie helfen. Orthopäden arbeiten in diesem Fall eng mit Schmerzmedizinern, Physiotherapeuten, Diagnostikern und teilweise sogar mit Psychotherapeuten zusammen. Ziel ist es, die Be- schwerden gleich- zeitig von mehreren Seiten anzugehen: durch Bewegung, Medi- kamente, der inneren Ein- stellung, aber auch durch alternative Heilverfahren wie etwa Akupunktur.

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