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Durchblutungsstörungen

26.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein einfacher und schneller ABI-Test kann Leben retten

(pm) Eine gute Durchblutung sichert die Versorgung des gesamten Organismus mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut. Tatsächlich leiden aber viele Menschen über 40 an Durchblutungsstörungen und viele von ihnen wissen nicht davon. Diese Erkrankung, bei der das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße fließen kann, verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Unsere aktuelle Lebensweise und häufige Risikofaktoren verstärken diese Schädigungen: Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Durchblutungsstörungen machen sich meist erst dann bemerkbar, wenn die Gefäße bereits geschädigt sind. Werden sie nicht oder zu spät erkannt, drohen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Ein einfacher Gefäß-Check über den Zustand der Blutgefäße kann hier für Klarheit sorgen: der ABI-Test (die Abkürzung steht für Ankle-Brachial-Index, also Knöchel-Arm-Index). Er gehört laut Experten zu den aussagekräftigsten medizinischen Untersuchungsverfahren zur frühzeitigen Erkennung von Durchblutungsstörungen. Dabei werden durch gleichzeitige Blutdruckmessung an Armen und Beinen Informationen über dasGefäßsystem gesammelt und ausgewertet. Der aus diesen Messwerten ermittelte Index ermögliche es, Durchblutungsstörungen zu erkennen und ihren Schweregrad zu beurteilen. So könne dieser Test Aufschluss über das persönliche Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall geben. Gemeinsam mit der zusätzlich gemessenen Pulswellengeschwindigkeit, bei der die Elastizität der Gefäße geprüft wird, ermögliche der Knöchel-Arm-Index (ABI-Test) eine präzise Diagnose sowie eine frühzeitige und gezielte Behandlung von Gefäßerkrankungen. Dieser Test sollte in jede persönliche Vorsorge mit einbezogen werden, lautet die Empfehlung.

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