Wirtschaft

"Grundsteuer zurückholen"

16.02.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Eigentümer von Wohnungen, Häusern und Gewerberäumen können sich bei Leerstand oder ausbleibenden Mietzahlungen einen Teil der für 2007 gezahlten Grundsteuer zurückholen. Darauf weist der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg hin. Inzwischen habe der Bundesfinanzhof in einem Urteil auch bestätigt, dass strukturell bedingte Umstände wie ein Überangebot oder ein Bevölkerungsrückgang ebenfalls berücksichtigt werden müssen. So sei der Grundsteuererlass zukünftig unabhängig davon zu gewähren, ob die Ertragsminderung typisch oder atypisch, strukturell oder nicht strukturell bedingt, vorübergehend oder nicht vorübergehend ist. Es komme allein auf die Ertragsminderung an. Voraussetzung sei, dass es sich um einen unverschuldeten Einnahmeausfall handelt. Ein solcher liege bei höherer Gewalt wie einem Brand, bei Leerstandszeiten oder auch Zahlungsausfällen der Mieter vor. Bei einer Ertragsminderung von Leerstandszeiten müssten allerdings ernsthafte Vermieterbemühungen zu einem marktgerechten Mietzins nachgewiesen werden. Eine Vermietung um jeden Preis sei jedoch nicht notwendig, so der Bund der Steuerzahler. Sei die im Jahr 2007 erzielte Jahresrohmiete um mehr als 20 Prozent geringer als die ortsüblich erzielbare Jahresrohmiete bei vergleichbaren Objekten, werde dem Steuerzahler ein Teil der Grundsteuer für das Jahr 2007 auf Antrag nachträglich erlassen. Eile ist allerdings geboten. Denn für das vergangene Jahr muss der entsprechende formlose Antrag bei der Gemeinde bis zum 31. März eingereicht werden.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

5,00 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 58% des Artikels.

Es fehlen 42%



Wirtschaft