Wendlingen

Schloss oder Schweinestall?

20.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Spital in Kirchheim wird nach alter Väter Sitte saniert

(tb) Ein Blickfang für Marktbesucher und Stadtbummler sind die Sanierungsarbeiten am Spital in Kirchheim, der Heimat der Volkshochschule. Alte Balken stapeln sich um das Gebäude und die Fassade an der Südseite besteht derzeit nur aus dem Fachwerk, das peu à peu von unten nach oben erneuert wird.

Der Lärm ist ohrenbetäubend, die Geräusche einer Elektromaschine brechen sich an den Häuserwänden und scheinen den Krach noch zu verstärken. Automatisch schauen sich die Fußgänger nach der Ursache um und entdecken in schwindelerregender Höhe einen Zimmermann, der sich mit schlafwandlerischer Sicherheit auf dem Gerüst bewegt und mit einer Flex über seinem Kopf in Meterabständen die alte Dachrinne zersägt. An der Fassade gegenüber sind Hammerschläge zu vernehmen, ein Kollege bringt alte Balken in die gewünschte Passform.

Zwischen Spital und Kornstraße 4 befindet sich eine Art Tanzboden, auf dem ein weiterer Handwerker sich an den Balken zu schaffen macht. „Das ist ein Reißboden“, erklärt Rainer Engelhard, Vorarbeiter der munteren Handwerkertruppe aus dem Fränkischen. In Rimpar, in der Nähe von Würzburg, hat die Firma Ribas ihren Sitz. „Deutschlandweit machen wir nur so alte Gebäude“, sagt Engelhard. Dazu gehören nicht nur Zimmererarbeiten, sondern die ganze Bandbreite der Bausanierung, egal ob Mauerwerk, Beton oder der Kampf gegen den Schwamm.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Jetzt direkt weiterlesen!

  • 14 Tage gratis alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

0,00 €

Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 31% des Artikels.

Es fehlen 69%



Wendlingen