Wendlingen

Mit dem Herzen hören

29.04.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lesung mit einem Moslem an einem christlichen Feiertag

KIRCHHEIM (pm). Die Sprecher waren ein iranischer Perser und ein belgischer Flame, die Musikerin eine deutsche Schwäbin, der Tag ein christlicher Feiertag, der Ort ein buddhistisches Zentrum, die Texte hatten ihre Wurzeln in der islamischen Mystik, die Musik ihre Wurzeln im europäischen Kosmos. Vielfalt über viele Grenzen von Religion, Nation und kultureller Tradition hinweg bot die Lesung am Ostermontag im tibetisch-buddhistischen Zentrum „Kagyu Samye Dzong“ in Kirchheim.

„Das Lied der Flöte“, gesprochen von Reza Maschajechi und Marc Vereeck anstelle der erkrankten Caroline Wispler, musikalisch begleitet von Birgit Maier-Dermann auf Quer- und Bambusflöte, geriet zum meditativen und philosophischen Erlebnis. Das Publikum, in andächtigem und konzentriertem Schweigen versunken, zollte den Künstlern am Ende des Abends minutenlangen Beifall.

Und einer war den ganzen Abend über gegenwärtig, obwohl er gar nicht da war: Maulana Dschalal adin Rumi, geboren im 13. Jahrhundert, bedeutender Dichter der persisch-islamischen Mystik und Begründer des Ordens der Maulawi, der „tanzenden Derwische“. Reza Maschajechis neues Buch „Das Lied der Flöte“ ist eine Übersetzung des Gedichts, das Rumis „Mathnawi-e-Manawi“ eröffnet.


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