Wendlingen

Lángos und Salonzucker

02.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WENDLINGEN (pm). Einen Weihnachtsbaumschmuck, der früher im Donauraum bis hinauf nach Böhmen und Mähren weit verbreitet war, möchte der Freundeskreis Dorog-Wendlingen dieses Jahr beim Weihnachtsmarkt den Besuchern näherbringen: Der Salonzucker war der süße und deshalb bei den Kindern heiß begehrte Teil des Christbaumschmucks.

Vielfach wurde er von den Hausfrauen und Müttern aus Fruchtgelee selbst hergestellt, in buntes glitzerndes und mit Fransen verziertes Papier gewickelt und an den Weihnachtsbaum gehängt. Die Mütter achteten streng darauf, dass die Kinder nicht zu viel davon naschten, da dieser schließlich den Weihnachtsbaum bis zum Dreikönigstag zieren sollte. Die Not und die Lust auf Süßes machten erfinderisch. So waren gegen Dreikönig zwar noch viele bunte Zuckerpapiere am Baum zu sehen, der Inhalt bestand aber meist aus kleinen Steinen oder, wie in Dorog üblich, aus kleinen Stückchen Kohle, die von den Kindern mit geschickten Fingern an Stelle des Zuckers in die Papiere gewickelt wurden.

Der Salonzucker war noch vor Jahren fast vollständig aus den Regalen der Lebensmittelgeschäfte in Ungarn verschwunden. Erst in jüngster Zeit tauchte er wieder auf. Dies nahm der Freundeskreis zum Anlass, diese süße Tradition auf dem Weihnachtsmarkt zu präsentieren.


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