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Bitcoin-Schürfer wandern in die USA ab

14.10.2021 11:21, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Cambridge (dpa) - Beim lukrativen Berechnen der Kryptowährung Bitcoin haben die USA erstmals China als weltweiten Marktführer abgelöst. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Centre for Alternative Finance der Universität Cambridge hervor.

Münze mit Bitcoin-Logo: Verbraucherschützer warnen wegen der stark volatilen Kurse generell von einer Anlage in der Kryptowährung. Foto: Nicolas Armer/dpa
Münze mit Bitcoin-Logo: Verbraucherschützer warnen wegen der stark volatilen Kurse generell von einer Anlage in der Kryptowährung. Foto: Nicolas Armer/dpa

Über ein Drittel der Leistung für das sogenannte Bitcoin-Mining kommt inzwischen aus den USA, während China in der Statistik auf einen nicht mehr messbaren Anteil zurückgefallen ist. Deutschland steht mit einem Marktanteil von knapp 4,5 Prozent weltweit auf Platz 7.

Die Bitcoin-Schürfer in China absolvierten vor einem Jahr noch rund Dreiviertel aller Bitcoin-Transaktionen, die viel Energie verschlingen. Vor einem Monat erließ die chinesische Regierung angesichts der Energieengpässe ein landesweites Verbot für das Krypto-Mining. Bei diesem «Schürfen» bieten Nutzer die Kapazitäten ihrer Computer für die Prüfung und Verschlüsselung von Transaktionen zur Verfügung und werden dafür in der jeweiligen Kryptowährung entlohnt. Bereits im Frühjahr war Peking mit Razzien gegen Krypto-Miner vorgegangen. Daraufhin begannen die Schürfer massenhaft aus China zu fliehen und machten sich auf den Weg zu den billigsten Energiequellen der Welt.

Nach dem Aus für das Bitcoin-Mining in China wanderten viele Schürfer auch ins Nachbarland Kasachstan, das nun auf einen Marktanteil von 18,1 Prozent kommt. Auf Platz 3 liegt Russland (11,2 Prozent), vor Kanada (9,6 Prozent), Irland (4,7), Malaysia (4,6) und Deutschland. Obwohl die Strompreise in Deutschland vergleichsweise hoch sind, lohnt sich das Bitcoin-Schürfen, wenn der Bitcoinkurs so hoch wie derzeit liegt.

Heute lag der Umtauschkurs des Bitcoin bei rund 57.600 US-Dollar. Mitte Juli war ein Bitcoin dagegen nur rund 31.000 Dollar wert. Verbraucherschützer warnen wegen dieser stark volatilen Kurse generell von einer Anlage in der Kryptowährung.

© dpa-infocom, dpa:211014-99-593261/2

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