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Vortrag zur aktuellen Sonderausstellung

02.08.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BEUREN (la). Am Sonntag, 4. August, um 11 Uhr gibt es im Freilichtmuseum Beuren, begleitend zur Sonderausstellung „Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg“, einen Vortrag von Professor Dr. Wilfried Setzler aus Tübingen. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der jüdischen Geschichte in Süddeutschland. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen und findet im barrierefrei erreichbaren Hopfensaal im Haus aus Öschelbronn statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Referent berichtet aus dem Lebensalltag in der jüdischen Landgemeinde Wankheim bei Tübingen: Dort bestand bis 1882 eine jüdische Gemeinde. Ihre Entstehung geht in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Die Familien lebten ursprünglich vom Handel mit Trödelwaren, später vom Handel mit Vieh, Hopfenstangen und anderen Waren, teilweise auch von der Landwirtschaft. Ab 1860 zogen viele Wankheimer Juden nach Tübingen und Reutlingen, das Zusammenleben von Christen und Juden endete bald darauf. Nach 1892 lebten keine jüdischen Menschen mehr in Wankheim.

Aufgrund des großen Erfolges wird die Sonderausstellung „Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg“ im Freilichtmuseum auch in der Saison 2019 gezeigt. Sie widmet sich den jüdischen Menschen, die in der Region um das Freilichtmuseum vielfältige Spuren hinterlassen haben. Der Vortrag von Professor Dr. Setzler ist Teil einer Reihe weiterer Begleitveranstaltungen der Sonderausstellung im Laufe der Museumssaison.

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