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Filmabend bei Domnick

09.08.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NT-OBERENSINGEN (pm). In der Sammlung Domnick auf der Oberensinger Höhe wird am Sonntag, 11. August, um 17.30 Uhr der Film „Jonas“ gezeigt.

1957 haben Greta und Ottomar Domnick ihren ersten Spielfilm „Jonas“ gedreht. In diesem Film erzählen sie die Geschichte eines jungen Mannes im Stuttgart der unmittelbaren Nachkriegszeit. Jonas ist vom Krieg zurückgekehrt. Die Kriegserlebnisse haben ihn traumatisiert. Er versucht sich in den zivilen Alltag zu fügen. Doch trägt er eine Schuld und eine Angst mit sich, die ihn fast erdrücken: Er hat bei der Flucht aus einem Lager seinen Freund im Stich gelassen. Nach 1945 haben die vom Krieg zurückgekehrten Männer über ihre Kriegserlebnisse meist geschwiegen. Sie litten an Traumata, ohne darüber sprechen zu können. Die Psychiater Ottomar und Greta Domnick kannten das Problem und wussten, wie einsam viele junge Männer in dieser Zeit des Friedens, des Wirtschaftswunders und der Vollbeschäftigung waren. Daraus haben sie einen eindrucksvollen Film gemacht, für den Ottomar und Greta Domnick 1957 den „Bambi“ verliehen bekamen. Der Film ist heute noch von Gewicht. Es gibt eine kurze Einführung von Sammlungsleiterin Vera Romeu.

Um Platzreservierung per Telefon (0 70 22) 5 14 14 oder per E-Mail an stiftung@domnick.de wird gebeten.

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