Nürtingen

Wohnungsbrand: Person erlitt Verbrennungen

11.02.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Foto: 7aktuell
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Mit einem Großaufgebot rückten Feuerwehr und Rotes Kreuz am Sonntagnachmittag ins Nürtinger Enzenhardt aus. Kurz nach 17 Uhr war bei der Feuerwehr der Alarm eingegangen, dass sich in der Breslauer Straße bei einem Wohnungsbrand im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses eine Person in Gefahr befinde. Wie die Polizei mitteilt, wurde der Brand von einem Bewohner des Mehrfamilienhauses gemeldet, der den Rauch gerochen hatte. Die Suche nach der Ursache führte ihn zur Nachbarwohnung im Stockwerk darüber, wo er durch den Türspion Flammen und Rauch in der Wohnung erkannte. Der 22-jährige Wohnungsinhaber konnte die Wohnung nicht mehr verlassen, er habe am Fenster gestanden und um Hilfe gerufen. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht. Als die Feuerwehr vom Treppenhaus aus in die Wohnung kam, war der vordere Teil der Wohnung bereits ausgebrannt, so berichtet Stadtbrandmeister Ralf Bader. Der 22-jährige Bewohner wurde von den Rettungskräften ins Freie gebracht. Der junge Mann erlitt schwere Verbrennungen an den Händen und eine Rauchgasvergiftung, wie die Polizei mitteilt. „Löschen war nicht mehr notwendig“, so Bader. Ein Topf mit angebranntem Essen auf dem Herd wurde entsorgt. Den Ermittlungen nach hatte der Bewohner den Topf auf dem Herd in der Kochnische im Eingangsbereich zur Wohnung vergessen und war eingeschlafen. Der Topf begann zu glühen und setzte die Decke im Flur und ein angrenzendes Zimmer in Brand, so dass dem 22-Jährigen der Fluchtweg abgeschnitten war. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 20 000 Euro. Die anderen Bewohner des Hauses hätten ihre Wohnungen beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits verlassen gehabt. Die Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 25 Mann im Einsatz, das DRK ebenfalls mit vier Fahrzeugen. Wie die Polizei weiter mitteilte, stellte sich bei den Ermittlungen außerdem heraus, dass in der Wohnung und offensichtlich im ganzen Mehrfamilienhaus die vorgeschriebenen Rauchwarnmelder nicht vorhanden waren, sodass es nur der Aufmerksamkeit des Nachbarn zu verdanken war, dass der Brand rechtzeitig entdeckt wurde. rik/lp

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