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Winnenden und danach

28.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Olaf Daecke, Wolfschlugen. Zum Leserbrief „Ein Medienrummel“ vom 24. März. Die Trauerfeierlichkeiten in Winnenden, bei denen hohe Staatsgäste zugegen waren, sind vorüber. Die Medien leisteten eine lückenlose, teilweise schamlose, in die Privatsphäre der Trauernden eingreifende Berichterstattung. Das Leid wurde wieder einmal dazu benutzt, um die Einschaltquoten der Medien zu erhöhen. Was übrig bleibt sind Eltern, Angehörige und Lehrer, die um die Kinder trauern, miteinbezogen die Eltern, deren Sohn das Leid verursachte. Man fragt nach dem Warum und wie es weitergeht.

Unversehens geht man zur Tagesordnung über und die Gesetzes- und Verordnungsbastler haben schnell neue Richtlinien und Verordnungen parat, die sie auf die Konferenztische der Erzieher und Pädagogen zur Erfüllung servieren. Damit wird dem Kreis der verantwortungsbewussten Lehrer, wie so oft, Zeit weggenommen, um sich mit viel dringenderen Themen, nämlich den anstehenden pädagogischen Fragen, zu befassen. Dazu zählt nicht nur die Wissensvermittlung und die Erfüllung der prüfungsbezogenen Bildungsstandards, sondern auch, oder viel mehr, die Bildung von Tugenden wie soziales Miteinander, gegenseitige Wertschätzung, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Wahrhaftigkeit und Liebefähigkeit. Diese Tugenden müssen gelernt und immer wieder neu von Eltern, Schülern und Lehrern geübt und gepflegt werden. Der Beste, der Schnellste und der Fleißigste zu sein ist nur bedingt erstrebenswert.


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