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Wie Schulden das Leben verändern

14.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schuldenberater schildern einen Fall aus ihrer Praxis und seine Lösung

Wie verändert die Verbraucherinsolvenz das Leben einer Schuldnerin? Die Arbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatungen im Landkreis Esslingen schildern einen Fall aus ihrer Praxis.

(pm) Frau H. hat Angst. Diese Angst hat sie schon lange. Ihre Arbeitszeit ist vorbei, sie bekommt Rente. Und sie hat Schulden. Schulden, die aus der gemeinsamen Ehezeit mit ihrem inzwischen von ihr geschiedenen Mann bestehen. Sie hat zwar ihr Leben lang gearbeitet, war nie arbeitslos, ihr Ex-Mann aber hat auf Grund seiner Alkoholprobleme immer wieder seine Arbeit verloren. Zwei Kredite und ein überzogenes Girokonto sind übrig geblieben. Die Banken und deren Inkassobeauftragte machten durch Schreiben und Anrufe so viel Druck, dass sie sich auf Raten eingelassen hat, die ihr nicht mal das Existenzminimum lassen. Aber wenn sie die eine Rate zahlt, bleibt eine andere offen. Jetzt hat sie vor jedem Gang zum Briefkasten Angst.

Geldholen bei ihrer Bank gestaltet sich immer mehr zu einer Bettelei. Es ist peinlich und entwürdigend für sie, an den Schalter ihrer Bank zu gehen und jedes Mal mit neuen Argumenten um eine Auszahlung zu bitten. Die Karte wurde auf Grund der negativen Schufa-Auskunft eingezogen. Da ihr Konto weit über das Limit hinaus überzogen ist, überweist die Bank nicht immer die Raten an die Inkassobüros. Dann kommen wieder Briefe mit neuen, höheren Zahlungsaufforderungen.


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