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Was Stuttgart 21 die Gemeinden kostet

29.03.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Leserbrief „Ausgepfiffen – ein respektloser Umgang“ vom 27. März. In dem sehr mutigen Leserbrief wird erwähnt, dass der Neckartailfinger Bürgermeister keine Auskunft geben konnte, wie viel die Gemeinde für das Projekt S 21 bezahlt. Deshalb nachstehend die fehlenden Angaben: Alle Gemeinden in der Region müssen binnen zehn Jahren insgesamt 100 Millionen Euro bezahlen. Davon zahlt Neckartailfingen pro Jahr 12 850 Euro, insgesamt in zehn Jahren also 128 500 Euro. Neckartenzlingen zahlt 23 259 Euro pro Jahr, insgesamt 232 590 Euro und Nürtingen zahlt pro Jahr 140 078 Euro, insgesamt also 1 400 780 Euro. Ein Nutzen für die Kommunen ist nicht mehr erkennbar, seitdem nachgewiesen ist, dass die versprochene doppelte Leistung des Bahnverkehrs und „Mehr Verkehr auf die Schiene“ mit S 21 nicht möglich ist. Im Gegenteil: Die vielen Milliarden für den kleinen Tiefbahnhof, die 60 Kilometer Tunnel unter den Häusern und die bisher ungelöste und nicht genehmigte Anbindung des Flughafens fehlen in der ganzen Region, um Zukunft mit einer „Bahn für alle“ zu erreichen.

Schon jetzt sind die Schäden durch S 21 enorm, aber das große Chaos bei der SSB kommt erst noch. Mit dem vielen S-21-Geld könnten in den einzelnen Gemeinden viele dringende und sinnvolle Maßnahmen durchgeführt werden.

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