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Sportlich unfair

21.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andrea Ott, Altdorf. Zum Artikel „TGN-Vorsitzender fiel bei Wiederwahl durch“ vom 16. März. Was ist nur los bei der TG? Das fragte ich mich letzten Freitag bei der Jahreshauptversammlung des Öfteren. Dass auf der Tagesordnung auch Wieder- beziehungsweise Neuwahlen standen, war mir zwar bekannt, aber die Bekanntgabe eines Gegenkandidaten für den Posten des Ersten Vorsitzenden und die „Mobilmachung“ vieler Abteilungsmitglieder, die man vorher noch nie auf einer Hauptversammlung gesehen hatte, machte mich sehr nachdenklich. Eine Woche zuvor war im Hauptausschuss zwar Unmut und Kritik zu spüren, aber von einem Gegenkandidaten noch keine Rede. Natürlich ist es legitim, einen Gegenkandidaten ins Spiel zu bringen, natürlich ist es legitim, dass jedes Mitglied sein Stimmrecht nutzt, natürlich ist es legitim, den Führungsstil des Ersten Vorsitzenden zu kritisieren, natürlich ist es legitim, Bedenken über die finanzielle und personelle Zukunft des Vereins zu äußern, aber die Art und Weise, wie manche Abteilungen verschwörend zusammenstanden und alles daranlegten, den Ersten Vorsitzenden innerhalb einer Woche zu stürzen, war mehr als sportlich unfair. Viel Lob gab es für die fachliche Arbeit von Bernhard Mai und zeitweise kam es mir so vor, als ob ein mittelständisches Unternehmen seinen besten Mitarbeiter entlässt, nur weil der zu engagiert war und zu viel gearbeitet hat. Wie passt dies zusammen? Wir, als TG, sollten uns bei Bernhard Mai für dieses unkameradschaftliche Verhalten entschuldigen. Wir können nur hoffen, dass die Verletzung durch dieses grobe Foul nicht bleibend ist und wieder verheilen kann, sodass Herr Mai dem Verein, in den er so viel Herzblut gesteckt hat, weiterhin treu bleibt. Denn sollten wir durch diese Dummheit einen wichtigen, kompetenten Mitspieler verlieren, sind wir selber schuld und haben als Team versagt.

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