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Misshandlung?

13.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerda Munz, Frickenhausen. Zum Artikel „Grausame Mutterliebe auf Kosten des Kindes, Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom“ vom 26. Februar. Mütter, die unter dem Verdacht stehen, angeblich an einem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom zu leiden, sind in einer schier ausweglosen Lage. Meist sind es Mütter, die entgegen der herkömmlichen (ärztlichen) Beurteilung darauf bestehen, dass ihre Kinder krank sind. Sie beweisen Durchsetzungsvermögen. Sie holen eventuell Zweit- und Drittmeinungen ein. Sie wissen oder fragen (zu) viel über medizinische Diagnosen und Behandlungen. Das Syndrom wird nicht selten Krankenschwestern vorgeworfen. Ein Münchhausen-by-proxy-Diagnose-Risiko besteht dann, wenn ein Kind an einer schwierig zu diagnostizierenden Krankheit leidet, über die eventuell zusätzlich ein Medizinerstreit besteht. Unklare Diagnosen bei mehreren Krankenhausaufenthalten und nicht eindeutig zuzuordnende Symptome sind keine Seltenheit, werden aber von den MSBP-Befürwortern als Warnsignale für dieses Syndrom gedeutet. Den Müttern wird dann vorgeworfen, sie glaubten, ihre Kinder seien krank, um eigene Bedürfnisse zu befriedigen.


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