Anzeige

Region

Leid und Schuld

12.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus von Sichart, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Parteienstreit um Gedenkstätte“ vom 4. März. Ursprünglich sollte das in Berlin gegründete „Zentrum Flucht – Vertreibung – Versöhnung“ „Zentrum gegen Vertreibungen“ heißen und alle Vertreibungen ächten und an alle erinnern. Jetzt besteht die Gefahr, dass wir nur an die unmenschliche Vertreibung der Deutschen denken und Opfer und Täter klar zu kennen meinen. Ein schmerzlicher Irrtum!

Nicht nur „der Tod ist ein Meister aus Deutschland“, sondern auch die Vertreibung, „Umvolkung“ genannt. Nach der Eroberung Polens kündigte Adolf Hitler am 6. Oktober 1939 vor dem Reichstag die „ethnische Neuordnung Europas“ und die „Germanisierung“ der annektierten polnischen Westgebiete an. Dabei ging es nicht um ehemaliges deutsches Gebiet wie Schlesien oder Westpreußen, sondern um polnisches Kernland an der Warthe bis einschließlich Lodz, das die Nazis mal eben „Litzmannstadt“ nannten. Volksdeutsche Germanen wurden im sogenannten „Warthegau“ in die noch warmen Betten vertriebener polnischer Bewohner einquartiert.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Jetzt direkt weiterlesen!

  • 14 Tage gratis alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

0,00 €

Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen

1,20 €

6-Wochen-Angebot

  • 6 Wochen alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch

19,90 €

Digitalabo

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • monatlich kündbar

22,50 €


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 37% des Artikels.

Es fehlen 63%



Anzeige

Region