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Land fordert zwei Milliarden von der EDF

20.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Franz Pfeffer, Dettingen/Teck. Die Landesregierung will von der EDF zwei Milliarden Euro einklagen, die sie angeblich zu viel gezahlt hat, als sie deren EnBW-Aktien zurückkaufte. Das würde einem Aktienwert von circa 25 Euro statt der gezahlten 40 Euro entsprechen. Zur gleichen Zeit erfahren wir vom anderen Gesellschafter der EnBW, nämlich den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW), dass diese 2010 den Aktienwert ermitteln ließen und dabei die Landesbank Baden-Württemberg den Wert auf 38 bis 42 Euro taxiert hat. Die OEW hat nämlich damit gerechnet, dass die EDF ihre Aktien verkaufen will, wenn sie nicht die Mehrheit an der EnBW bekommen kann. So viel zu den Tatsachen.

Was lernen wir daraus? Erstens: Es musste beim Kauf der EnBW-Aktien zugegriffen werden – und zwar schnell und ohne dass es ein sonstiger Interessent merkt –, um die EnBW nicht zum Spielball fremder Absichten zu machen. Zweitens: Der Preis von 40 Euro kann so falsch nicht gewesen sein, wenn auch Leute, die mit dem Geschäft nichts zu tun hatten, zu ähnlichen Preisvorstellungen kamen. Drittens: Eine Rückforderung von 40 Prozent des Kaufpreises durch die Landesregierung entwertet die EnBW, diese Forderung ist falsch, kostet Geld (Gerichts- und Anwaltskosten, vielleicht Gegenklagen), sie ist schädlich und aussichtslos.

Da zeichnet sich eine gewaltige Niederlage der Landesregierung ab, für die der Steuerzahler die Zeche zahlt.


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