Nürtingen

Geld vom Konto der Nachbarin genommen

16.04.2019, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein 47-Jähriger wird vom Richter zu einer zweijährigen Strafe verurteilt

NÜRTINGEN. Von Mai 2017 bis August 2018 hatte ein 47-Jähriger aus einer Kreisgemeinde mittels einer Bankvollmacht 21 Mal Geld vom Konto einer Nachbarin für seine Zwecke überwiesen. Insgesamt 62 118 Euro landeten in dieser Zeit auf verschiedenen Konten. Zwei Drittel des Betrags hat er inzwischen zurückgezahlt. Trotzdem stand er nun vor Gericht.

Für Untreue in 21 Fällen verurteilte Richter Michail Stogianidis den 47-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die er zur Bewährung aussetzte. Der Angeklagte hatte von einer älteren Dame aus seiner Nachbarschaft eine Bankvollmacht für deren Konto erhalten, da ihn die Frau regelmäßig um seine Hilfe bei diversen Erledigungen gebeten hatte. Einen Auftrag für die Überweisungen für private Zwecke des Angeklagten hatte ihm die Dame indes nicht erteilt.

Der Angeklagte erzählte im Nürtinger Amtsgericht, dass die Frau eines Tages bei ihm geklingelt habe. Sie habe ihn gebeten, ihr zu helfen, da ihr Mann im Sterben liege. Der inzwischen 47-Jährige brachte die alte Dame mit seinem Auto zu verschiedenen Örtlichkeiten und Terminen, organisierte später die Beerdigung des Ehemannes, wozu er die Bankvollmacht benötigte, betreute täglich die Katze der Frau, erledigte für sie den Einkauf, hob Geld von ihrem Konto ab und brachte es ihr und mähte den Rasen – alles unentgeltlich, wie er betonte.


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