Region

Fonds für Hochwasser-Opfer

26.07.2012, Von Henrik Sauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gemeinderat legt Dammbauwerke ad acta – Masterarbeit zur Spielleitplanung vorgestellt

Die hohen Dammbauwerke zum Schutz vor Hochwasser in Neuffen sind vom Tisch. Stattdessen soll in der Stadt ein Hochwasserschutzfonds eingerichtet werden, aus dem Geschädigte finanzielle Hilfen erhalten können. Dies beschloss der Gemeinderat am Dienstag.

NEUFFEN. Fünf Dämme mit bis zu fast sechs Meter Höhe und entsprechend große Rückhaltebecken hatten die beauftragten Planer als Maßnahme für ein wirksames Hochwasserschutzkonzept ermittelt. Anlass für ein solches Konzept war das große Hochwasser im Juni 2008, das erhebliche Schäden in der Stadt verursacht hatte. Die hohen Kosten und der immense bauliche Eingriff in die Landschaft allerdings waren dem Gemeinderat und der Verwaltung dann doch zu gewaltig. Die Entscheidung wurde vertagt und beschlossen, die Betroffenen einzubinden.

Bei einer Anliegerversammlung am 24. Mai wurden die Pläne vorgestellt. 52 von 90 eingeladenen Bürgern hatten daran teilgenommen, wie Bürgermeister Matthias Bäcker am Dienstag berichtete. Man nehme die Wünsche der Betroffenen nach Hochwasserschutz ernst, habe er dort deutlich gemacht, aber auch darauf hingewiesen, dass selbst mit den Dämmen und Becken kein hundertprozentiger Schutz vor Hochwasserschäden gewährleistet sei, da zum Beispiel für die Wohnhäuser unterhalb der Weinberge keine Rückhaltemöglichkeiten geschaffen werden könnten.


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