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Flüchtlinge sind zu laut

13.06.2019, Von Matthäus Klemke — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Verwaltungsgericht Stuttgart gibt Klägern recht – Landratsamt muss für Ruhe sorgen

BEUREN. Das Landratsamt Esslingen muss für Ruhe in einer Flüchtlingsunterkunft in Beuren sorgen. Das entschied jetzt das Verwaltungsgericht Stuttgart. Geklagt hatten zwei Eigentümer eines Hauses, das sich nur dreieinhalb Meter von der Unterkunft entfernt befindet. Die Bewohner beklagen den vielen Lärm aus der Unterkunft.

Besonders schlimm sei der Krach, der aus der Küche kommt. Gekocht werde abends zu laut aufgedrehter afrikanischer Musik, das Ganze vermischt mit lauten Diskussionen und Streitereien. Die Kläger machten vor Gericht klar, dass es sich nicht um punktuelle Stör-geräusche handelt, sondern um eine permanente Lärmbelästigung – und zwar seit 2015. An Nachtruhe sei nicht zu denken. Zudem seien die Anwohner bedroht und beschimpft worden.

Das Verwaltungsgericht gab den Klägern recht und entschied, dass das Landratsamt als Betreiber des Wohnheims dafür sorgen muss, dass die Lärmbelästigung ein Ende hat.

Der Landkreis hatte das Zweifamilienhaus in der Beurener Ortsmitte vor rund vier Jahren für die Erstunterbringung von Asylbewerbern angemietet. Im November 2015 zogen die ersten Bewohner ein. Platz gibt es hier für bis zu 23 Flüchtlinge. Um die Situation zu entschärfen, wurde die Aufnahmekapazität bereits auf 17 gesenkt. Heute leben noch zehn Personen in der Unterkunft.

Unterkunft hätte nicht genehmigt werden dürfen


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