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Fastentuch aus Nigeria in St. Johannes

03.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein großes weißes Tuch verdeckt das „Himmlische Jerusalem“, Herbert O. Hajeks Hochaltarbild und gleichsam Wahrzeichen der katholischen St.-Johannes-Kirche in Nürtingen. In der Fastenzeit soll dadurch der Hunger, die Sehnsucht nach dem Himmlischen geweckt werden. Deshalb verbirgt man ganz bewusst dieses Bild. Aber es nur weiß zu lassen, das wollte die Gemeinde dieses Mal nicht. Das Hungertuch von Misereor gibt das Thema durch die Fastenzeit an: „Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können“. Das aktuelle Thema des Klimawandels wird in den Gottesdiensten, sowohl in St. Johannes als auch in allen Gemeindeteilen der Seelsorgeeinheit der katholischen Kirchengemeinde in Nürtingen, aufgegriffen. In St. Johannes mit der Besonderheit, dass das große weiße Tuch Merkpunkte der Aufmerksamkeit ins Auge springen lassen wird, die helfen, sich anhand des Motivs des Hungertuches zu orientieren: Staunen über das Schöpfungswerk, Gefährdungen der Schöpfung und Visionen, wie die Schöpfung bewahrt werden kann. An jedem Sonntag soll ein Stichwort als neuer Gedankenschritt durch die Zeit ergänzt werden. „So wächst der Hunger danach, die Schöpfung zu bewahren“, sagt Pfarrer Martin Schwer dazu. Eine spannende Fastenzeit also, zu der die Gemeinde einlädt. Interessant auch, dass der Künstler des Hungertuches aus Nigeria kommt. Bei der Besichtigung des von „Licht der Hoffnung“ unterstützten Brunnenprojekts hat die Nürtinger Delegation in dessen Heimatstadt übernachtet. „Nächstes Mal werden wir ihn besuchen“, so eine davon begeisterte Stimme. msc/Foto: Holzwarth

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