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Eine Botschaft aus der Vergangenheit als Lebenshilfe Rund 20 Jahre arbeitete der Nürtinger Professor Jürgen Thies an seinem zweibändigen Monumentalwerk „Die Symbole der Romanik und das Böse“. Darin eröffnet die A

13.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Christus unterbrach die Spirale der Gewalt

Professor Jürgen Thies

Schwer und gewichtig liegen die beiden Bände vor dem 72-Jährigen auf dem Schreibtisch. Über 700 Seiten insgesamt. Ein weiter Weg war es bis hierhin. Jürgen Thies ist ihn gegangen. Mit Neugierde. Mit Hingabe. Mit einer großen Frage. 20 Jahre dauerte es. Mit vielen Unterbrechungen. Die letzten zwei Jahre hat er die Arbeit forciert. Viel unterwegs war er in all diesen Jahren. Im italienischen Otranto, im französischen Burgund und in der Provence. Auch in Deutschland. Und nicht zuletzt im schweizerischen Zillis.

Dort, im Kanton Graubünden, steht die Kirche St. Martin. Berühmt ist sie für ihre romanische Holzdecke (Bild), entstanden im frühen zwölften Jahrhundert. Sie besteht aus 153 einzelnen Tafeln. Verschiedenste Szenen sind darauf abgebildet. Aus dem Leben Jesu. Aus der Jonasgeschichte. Aus dem Leben des heiligen Martin. Es finden sich Fabelwesen. Und Engel. „Zillis war der Auslöser“, sagt Jürgen Thies. Für diese große Arbeit. „Manchmal können Kunstwerke die Seele tief berühren“, schildert Thies, der auch die Fachhochschule für Kunsttherapie in Nürtingen mitbegründete. Für den erfahrenen Kunsttherapeuten ist das ein Phänomen, das seelischen Gleichklang schafft. Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen – sie alle fallen in solch einem Moment zusammen. Dafür kann auch Musik sorgen. Oder erfüllte Liebe. Die Natur. Aber eben auch ein Kunstwerk.


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