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„Dieser Daumen ist nicht mein Daumen“

13.08.2009, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

An die frühere Freundin verfängliche Videosequenzen verschickt und schuldig gesprochen

NÜRTINGEN. Sie kannten sich von der Schule, und für beide war es die erste große Liebe. Sie muss von einiger Intensität gewesen sein, denn die Beziehung überdauerte nahezu dreieinhalb Jahre. Dann legte sie sich einen neuen Freund zu und gab dem alten den Abschied. Es war ein Abschied voller Zögerlichkeiten. In den ersten Monaten der Trennung kam es per Handy zu nicht weniger als 86 Gesprächen, bei denen er seine Enttäuschung und Eifersucht erkennen ließ, während sie zwar mit sich reden ließ, aber von ihrer Linie der endgültigen Trennung nicht abwich.

Als er merkte, dass seine Rückgewinnungsversuche erfolglos blieben, nahm die Geschichte eine böse Wendung. Plötzlich wurde sie mittels Handy als „Schlampe, Hure und Bitch“ bezeichnet. Damit nicht genug, erhielt sie Videosequenzen von einer Eindeutigkeit, wie es eindeutiger nicht geht. Manchmal erhielt sie mitten in der Nacht Videoaufnahmen, die einen Mann beim Masturbieren zeigten. Drückte sie das Bild weg, kam gleich ein neuer Anruf. Wenn sie ihren früheren Freund darauf ansprach, bestritt er alles. Als die beleidigenden Belästigungen kein Ende nehmen wollten, suchte das Mädchen das Gespräch mit seiner Mutter. Man einigte sich, zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten.


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