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Die Wunden aus dem Tigerkäfig heilen nur schwer

19.08.2009, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

20 Jahre Mauerfall: Wie zweieinhalb Jahre im DDR-Jugendknast Menschen ein Leben lang quälen können

„Die DDR war kein Unrechtsstaat“: Das werden (N)Ostalgiker 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer nicht müde zu betonen. Jörg Bartz aus Frickenhausen hat damit so seine Erfahrungen. Ganz persönliche. Und ganz andere.

FRICKENHAUSEN. Alles begann damit, dass die DDR seinem Vater dessen (private) Gärtnerei in Leipzig wegnahm, um darauf eine Schule zu bauen: „Das hat der nicht gepackt und ist in den Westen.“ Und der Sohn wollte zu ihm. 1971, da war er 13, probierte er das zweimal binnen eines halben Jahres, wurde aber schon in Dresden aufgegriffen. 1974 versuchte er es, mit 15, zum dritten Mal und hatte mehr Glück: Bei Bad Schandau schaffte er es, sich in eine Reisegruppe zu schmuggeln, die in Richtung Ústí nad Labem die Grenze zur CSSR passierte. Die Grenzer dachten, er gehöre zu den Erwachsenen und winkten ihn durch.


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