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Die Raser und die Unfallursache

14.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Stoll, Wolfschlugen. Zum Artikel „Rekordzahl an Rasern“ vom 11. Juni. Wir lernen also, dass es Raser und extreme Raser gibt. Das ist ein epochaler Entwicklungssprung bei der Typisierung von Verkehrsteilnehmern, der leider wieder nicht mit Zahlen unterlegt wird. Auf der ersten Seite braucht’s halt einen Hingucker. Wenn bei 498 000 gemessenen Geschwindigkeitsübertretungen 211 Unfälle passieren, so sind das circa 0,0005 Prozent. Eine Hauptunfallursache sieht anders aus.

Wenn dagegen nur circa 50 Prozent der Einbrüche, Diebstähle oder Raubüberfälle aufgeklärt werden, kann man auf die Idee kommen, dass unsere Ordnungskräfte falsch eingesetzt werden. Es sei denn, man rechnet. Dann kann man zum Ergebnis kommen, dass sich Geschwindigkeitskontrolle unter dem moralischen Deckmäntelchen der Verkehrssicherheit finanziell lohnt. Außerdem betrachten die meisten unserer Verkehrsteilnehmer diese Abzockerei wohl als einkommensunabhängige Basissteuer.

Verbrecherjagd dagegen ist teuer und gefährlich. Die schlechten Ergebnisse bei der Verbrechensbekämpfung sind natürlich der dünnen Personaldecke bei den Ordnungshütern geschuldet. In vielen Zeitungsartikeln wird über eine wachsende Respektlosigkeit gegenüber der Polizei berichtet. Es entspräche aber nicht der Political Correctness, einen Zusammenhang mit Obigem zu sehen.


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