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Die Moral und die Wirtschaft

26.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Abend in Schlaitdorf beleuchtete einen Zwiespalt

SCHLAITDORF (jof). Im Rahmen der von der Evangelischen Kirchengemeinde veranstalteten Vortragsreihe „Schöpfung – zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ referierten Jochen Findeisen und Hans-Peter Haug im gut besuchten Gemeindehaus über das Thema Welthandel. Eva-Maria Genal führte mit einer anschaulichen Geschichte über den Bananenanbau in Mittelamerika in dieses vielschichtige Thema ein.

In seiner Einleitung beleuchtete Findeisen vor allem die historischen Gründe für die Ungleichgewichte beziehungsweise Ungerechtigkeiten der heutigen Struktur des Welthandels. Nach der Ausbeutung vor allem der afrikanischen Länder durch den Kolonialismus würden diese Länder heutzutage oftmals immer noch primär als Rohstofflieferanten und Absatzgebiete für die Überschussproduktion der westlichen Länder gesehen. Durch deren Export von subventionierten landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder auch durch Kleiderspenden werde in diesen armen Regionen die Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger kleiner Betriebe erheblich erschwert.

Hinzu komme, dass die dort Regierenden am Wohlergehen der eigenen Bevölkerung meist wenig interessiert seien und finanzielle Auflagen westlicher Geldgeber, wie zum Beispiel der Weltbank, sozial nachteilige Folgen haben.


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