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Der Instinkt für das Zumutbare fehlt

14.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Zum Artikel „FDP hakt bei Dienstwagen nach“ vom 11. August. Der Bundesrechnungshof bestätigt der Bundesgesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt, dass sie ihr Dienstfahrzeug im Rahmen der Vorschriften genutzt hat und somit kein Schaden entstanden ist. Somit ist juristisch alles korrekt. Der nette Kanzlerkandidat der SPD, Steinmeier, macht darauf einen Salto rückwärts und holt diese Frau postwendend in sein Schattenkabinett, von dem er sie wenige Tage vorher noch ausgesperrt hatte. Damit erscheint alles o.k. Doch der Vorgang hat „a G’schmäckle“.

Dank dem Autoklau ist diese Politschnulze ans Tageslicht gekommen, sonst wäre sie im üblichen Tagesgeschehen übersehen worden. Es ist schon eine bemerkenswerte Relation, die sich hier auftut, wenn für 72 mühsam zusammengekratzte Dienstkilometer das Fahrzeug über 5000 Kilometer von Berlin nach Alicante bewegt werden muss. Wenn nun als Reaktion die Dienstfahrt zur Privatfahrt umdeklariert und versichert wird, zurückliegende Fälle ebenfalls offenzulegen, ist es wohl das Mindeste, was man verlangen kann. Aber darum geht es eigentlich im Grunde gar nicht, denn es ist sicher nicht der einzige Sündenfall im Regierungslager. Es fehlt der Instinkt für das Zumutbare und es ist kein Verständnis für Wirklichkeit und Verantwortung vorhanden.


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