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Den Nachbarn achten

10.11.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt diese Worte legt Friedrich Schiller seinem Wilhelm Tell in den Mund. In Schillers Zitat steckt ein zutiefst menschlicher Reflex: Irgendwann reicht es. Irgendwann muss man sich wehren. Man kann sich schließlich nicht alles gefallen lassen. Und irgendwann kommt es dann in Gang, das zermürbende Wie du mir, so ich dir, das zerstörerische Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das Frustrierende am Schillerschen Zitat ist, dass der böse Nachbar die Richtung vorgibt, dass der böse Nachbar den Frieden einfach stören und so am Ende zerstören kann. So gesehen ist Frieden auf Erden in der Tat Illusion. Träumt weiter, ihr Gutmenschen. Träumt weiter, ihr Christen. Der böse Nachbar wird euch schon zurückholen auf den Boden der Tatsachen.

Aber sogar Friedrich Schiller muss man gelegentlich widersprechen. Denn es gibt sie sehr wohl, die andere Perspektive. In der nicht der böse Nachbar den Ton angibt, sondern der Mensch, der den Frieden liebt. Gewiss, die biblische Perspektive fügt sich nicht nahtlos ein in die Welt, die wir um uns herum erleben. Denn wenn die Bibel vom Frieden spricht, dann widerspricht sie damit der Friedlosigkeit der Welt. In diesem Wort Frieden steckt Zukunft und eben nicht in den endlosen Gewaltspiralen.


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