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Das ist ein längst fälliger Schnitt

22.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Zum Artikel „Ist mein Geld noch sicher?“ vom 18. Mai. Die positiven und die düsteren Prognosen über die Zukunft des Euro wetteifern miteinander. Doch aus jeder Botschaft vernimmt man die Ratlosigkeit und je mehr die Politik beruhigen will, umso misstrauischer wird der Bürger. Solidarität mit den schwarzen Schafen der EG bis zur Selbstaufgabe ist keine Lösung, das hilft niemand. 750 Milliarden, davon hat die BRD 123 zu schultern, dürften wohl die Grenze des Möglichen sein, um den Havaristen wieder flottzukriegen und die angeschlagene Währung zu festigen. Die Kursverluste sind hoffentlich vorübergehender Natur. Sonst bleibt nur noch der Weg zurück in die kleine europäische Lösung mit Franc, DM, Gulden und so weiter. Das ist leider eine bittere Erkenntnis und entspricht der wirklichen Situation. Man hat es in den Maastrichter Verträgen versäumt, ein Gesetz für diesen Eventualfall zu entwickeln. Dafür wird es nun höchste Zeit. Man hat in Brüssel die Hausaufgaben nicht gemacht, diesen Vorwurf muss man sich dort gefallen lassen. In der Beitrittseuphorie hat man alle Bedenken übersehen und sich vor den anstehenden Problemen gedrückt. Natürlich ist für dieses Riesenparlament leichter über die Krümmung der Gurken oder die Rötung der Tomaten zu debattieren als die wirklichen Schwierigkeiten anzupacken. Wenn nun die EZB unter ihrem Präsidenten Trichet angefaulte Staatspapiere der Banken zum vollen Nennwert aufkauft, ist das ein riskantes Unterfangen.


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