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25.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reinhold Schaaf, Nürtingen. Zum Artikel Plötzlich verschwindet einer unserer Schüler vom 21. Juli. Ich kann die Empörung über die Abschiebung zwar verstehen, wenn aber die gesetzlichen Mittel über Ausländeramt Esslingen, Regierungspräsidium Stuttgart und das Verwaltungsgericht Stuttgart ausgeschöpft sind, wie soll dann eine angeordnete Abschiebung erfolgen? Richtig wird sein, dass die entsprechende Familie aus dem Kosovo nicht das erste Mal eine Ausweisungsverfügung erhalten hat.

Doch dann folgte bestimmt ein Schreiben mit der Aufforderung zur freiwilligen Ausreise aus der BRD. Daraufhin hat man sicherlich den Rechtsanwalt informiert und die ganze Sache wurde ausgereizt bis zum bitteren Ende. Ich glaube, dass es sich die Behörden trotzdem nicht leicht gemacht haben, diese Abschiebung jetzt durchzuführen. Sonst hätte das Verfahren nicht bis jetzt gedauert.

Wenn dann die durchführenden Polizeibeamten die Abschiebeverfügung erhalten, können sie nicht erst fragen, ob auch alles in Ordnung geht. Sie können auch nicht der Schulleitung Bescheid geben, damit eventuell noch ein Abschiedsfest organisiert werden kann. Nein, sie müssen diese Abschiebung durchführen und zwar so, dass die Familie zum Abflugzeitpunkt beim Flughafen ist. Auch für die Beamten ist es nicht leicht, solche Aufträge ohne Gewissensbisse durchzuführen. Aber sie haben auch einen Amtseid abgelegt (genauso wie die Lehrer).


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