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Am Existenzminimum

13.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Haussmann, Geschäftsführer Kreisdiakonieverband Esslingen. Zum Artikel „Der Sozialstaat im Kopfstand“ vom 24. Februar. Nachdem der Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann Hartz IV unter die Lupe genommen hat, kommt er zu dem Schluss, dass eine Familie, die ein Einkommen nach gesetzlichem Mindestlohn hat, mit weniger Geld auskommen muss als eine Familie, die von Hartz IV lebt.

Es ist interessant, dass er dabei das Bild der Schere verwendet – gilt sie doch als Symbol für die Diskrepanz zwischen Arm und Reich. Dabei leben beide Familien am Existenzminimum! Die Familie mit Mindestlohn kann Wohngeld, Kinderzuschlag oder „aufstockendes“ Hartz IV beantragen und tut dies hoffentlich auch, denn anders kann sie nicht überleben. Schlussendlich hat sie also gleich viel (oder gleich wenig) wie die Hartz-IV-Familie im Geldbeutel.

In Anbetracht dessen sei die Frage erlaubt, ob Karl Zimmermann da nicht lieber die gesetzlichen Mindestlöhne unter die Lupe nehmen sollte? Viele Arbeitnehmer können trotz einer 40-Stunden-Woche ihre Familie nicht mehr ernähren.


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