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20.03.2007, Von Jochen Stahl — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Patienten-

fürsprecher

IN NüRTINGEN

1Als Patientenfürsprecher sind Sie künftig Mittler zwischen Patienten und Personal im Nürtinger Krankenhaus. Warum machen Sie das?

Ich bin von der Esslinger Initiative angesprochen worden, weil ich als Seelsorger viel Erfahrung im Umgang mit Patienten habe. Viele kranke Menschen sind in der für sie dramatischen Lage ja sehr hilflos. Da brauchen sie jemand, der ihnen ein Ohr gibt und für sie eintritt, wenn sie sich überfordert fühlen.

2Wichtig für Ihre Arbeit ist es ja, eine neutrale Position einzunehmen und beizubehalten. Wie schwer oder leicht ist denn das für Sie?

Ich werde weder von der Klinikverwaltung noch von den Patienten finanziert. Das garantiert meine Unabhängigkeit. Ich muss mich nicht auf eine Seite stellen. Sonst heißt es oft Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Diese Gefahr droht bei uns ehrenamtlichen Fürsprechern nicht.

3Was glauben Sie denn, was den Menschen im modernen Krankenhaus von heute am meisten fehlt?

Ganz sicher die persönliche Zuwendung. Und dieses Defizit bewirkt eine zunehmende Verunsicherung. Und kolossale Missverständnisse im Blick auf Diagnose und Therapie. Das verzögert auch die Heilung. Leute, die sich nicht ernst genommen fühlen, erleben, dass bei ihnen die Therapie nur sehr schleppend verläuft. Die Fragen stellte Jürgen Gerrmann


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