Nürtingen

Wer darf sich freuen?

10.10.2011 00:00, Von Anneliese Lieb — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Nürtinger müssen in zwei Wochen noch einmal an die Urnen. In der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl gab es keine Entscheidung. Amtsinhaber Otmar Heirich liegt zwar mit knapp 40 Prozent der Stimmen an der Spitze – das Ergebnis gibt aber keinen Anlass, gestärkt in die zweite Runde zu starten, geschweige denn sich zu freuen. Von Ohrfeige und Wahlschlappe war gestern die Rede. Manche sehen es auch als Warnschuss. Etliche Bürger, die in den fünf Gegenkandidaten keine wirkliche Alternative zum Amtsinhaber gesehen hatten, bedauerten, dass OB Heirich den Wahlkampf nicht offensiver geführt hatte, er zu fair zu seinen Gegenkandidaten gewesen sei. Denn gerade der junge Kurz, der sich mit seinen 25 Prozent gestern schon als halber Sieger gefühlt hatte, hatte in der Endphase der ersten Runde zu Mitteln gegriffen, die unter Umständen noch einer rechtlichen Überprüfung bedürfen.

Enttäuscht sind außer Kurz die vier anderen Gegenkandidaten. Auch Friedrich Buck, der die Fraktion Nürtinger Liste/Grüne hinter sich wusste, hatte sich insgesamt mehr erhofft als zehn Prozent.


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