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Weltgebetstag der Frauen

02.03.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wissen Sie etwas von einem Weltgebetstag der Frauen? So fragte im Januar 1947 in Berlin die methodistische Pfarrfrau Luise Scholz die amerikanische Methodistin Stella Wells, die mit ihrem Mann durch die Besatzungsmächte in die Stadt gekommen war. Voller Freude teilte ihr diese mit, dass es in den USA schon lange einen Gebetstag für Frauen gebe und dass sie gerne helfen wolle, diese seither vor allem in den amerikanischen Kirchen gepflegte Tradition neu in Deutschland zu verbreiten. Das war leichter gesagt als getan. Aber die beiden Frauen machten sich gemeinsam ans Werk.

Die Vorbereitungen waren abenteuerlich: die Liturgie für den Weltgebetstag wurde telegrafisch in den USA bestellt. Ein Dolmetscher der Militärregierung half bei der Übersetzung ins Deutsche. Das Papier besorgte der Ehemann von Stella Wells in seiner Dienststelle. Heftklammern und der Strom für die Druckmaschine sowie die Druckerlaubnis wurden auch irgendwie organisiert. Obwohl 1947 noch das Verbrüderungsverbot herrschte, planten die beiden Frauen einen Gottesdienst mit internationaler Beteiligung.

Groß war die Freude, als schließlich am Weltgebetstag sechshundert vorwiegend deutsche, aber auch britische und amerikanische Frauen einen zweisprachigen Gottesdienst feierten. Unter ihnen war auch die Frau des amerikanischen Kommandanten Lucius D. Clay.


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