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Nürtingen

Was ist mit der Artenvielfalt?

27.04.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heimatbund schaute nach den „Biotopen am Neckarufer“

NÜRTINGEN (gem). Eine Führung „Biotope am Neckarufer“ der Regionalgruppe Nürtingen des Schwäbischen Heimatbundes verblüffte die Teilnehmer. Was sie zu sehen bekamen, und was der Naturschützer Karl-Heinz Frey erläuterte, verursachte mehr als nur Stirnrunzeln. Frey erklärte, dass starker Niederschlag die Überläufe der Abwasserkanäle anspringen lässt und somit das Zuviel in den Neckar gelangt. Und dabei kommt jede Menge unerwünschte, ja ungesunde, Fracht mit. Zum großen Schaden der Tiere und Pflanzen. Diese wandern nicht aus, sondern siechen dahin und sterben. Die Artenvielfalt an Fischen, Muscheln, Krebsen und Insekten sei in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen, so Frey.

Auch die Pflanzenwelt litte unter dem Schmutz, den tagtäglich der Neckar aufnehmen muss. Aus Regenrückhaltebecken und Regenüberläufen gibt es entlang des Flusses viele Einleitungen. Außer Braunalgen fänden sich deshalb kaum Pflanzen mehr am Neckargrund. An der Aichmündung sieht es öde aus. „Vor Jahren gab es dort noch mindestens zehn Fischarten, jetzt sind es wahrscheinlich noch vier“, sagte der Naturschützer. Die Güte des Wassers könne man getrost mit „veredeltem Bodenseewasser“ bezeichnen. In Zeiten, in denen wenig Wasser aus der Umwelt in die Bäche fließt, ist ein hoher Prozentsatz aus Einleitungen verschiedener Art.


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