Nürtingen

Verbrannte Bücher

10.05.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(jg) „Das konnten wir nicht ahnen“: Kaum ein Satz war in den ersten Jahren Nachkriegs-Deutschlands so oft zu hören wie dieser. Was nicht heißen muss, dass er stimmt. Denn heute vor 77 Jahren konnte man durchaus etwas ahnen. „Ich übergebe dem Feuer die Schriften von Karl Marx und Trotzki“, geiferte in einer Rundfunk-Live-Übertragung vom Opernplatz unter den Linden in Berlin der neue Reichspropaganda-Minister Joseph Goebbels. Es sollten nicht die einzigen Namen, die genannt, und nicht die einzigen Bücher, die verbrannt wurden, bleiben. Sigmund Freud war mit dabei, Heinrich Mann und Erich Kästner, Erich Maria Remarque und Kurt Tucholsky und und und. Und am Ende brannten nicht nur Bücher, sondern, wie es Heinrich Heine schon 110 Jahre zuvor prophezeit hatte, auch Menschen. Und ein ganzer Kontinent.


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