Nürtingen

Sibirische Kälte ließ den Neckar erstarren

11.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sibirische Kälte ließ den Neckar erstarren

Heute fast undenkbar: Der Neckar zwischen Nürtingen und Neckarhausen ist mit einer dicken Schicht aus Packeis überzogen. Zwar fror der Fluss damals wohl regelmäßig zu. Der Winter 1928/29 war aber selbst für eine Zeit, in der Klimawandel noch kein Thema war, rekordverdächtig. Die Meldungen zu diesem Winter überschlugen sich: Die Donau war komplett zugefroren, auf dem Bodensee wurde der Schifffahrtsbetrieb eingestellt, große Teile Europas waren fest im Griff von Eis und Schnee. Und der Wetterbericht im „Nürtinger Tagblatt“ meldete jeden Tag neue Tiefsttemperaturen. Schuld daran war ein Kaltluftstrom, der den sibirischen Winter von Russland bis an den Neckar brachte. Am schlimmsten war die Kältewelle im Februar 1929. Bei Temperaturen von minus 20 Grad und darunter wurde in der Hölderlinstadt Fasching gefeiert. Ein anonymer Leserbriefschreiber des Nürtinger Tierschutzvereins stellte fest, dass die Tiere unter diesen Temperaturen sehr zu leiden hätten. Das Foto wäre beinahe im Müll gelandet. Doch statt sie in den Papierkorb zu werfen, brachte Monika Greiner die Bilder zu unserer Zeitung, wo sie auf reges Interesse stießen. Die Fotos stammen aus dem Nachlass ihres verstorbenen Schwagers Dr. Klaus Greiner, der im Jahr 1928 geboren wurde. psa


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