Kommentar

Rosenkrieg reloaded

19.12.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manche Filme kann man nicht oft genug sehen. Für mich als Mitglied der älteren Generation gehört zum Beispiel „Die Feuerzangenbowle“ dazu. Manchen Streifen wird man freilich mit der Zeit mehr und mehr überdrüssig. Zum Beispiel des „Rosenkriegs im Rathaus“, der zurzeit mal wieder reloaded wird. Wobei die Regisseure und Akteure vergessen, dass das hochverehrte Publikum schon lange nichts mehr davon hören und sehen will.

Die Rollen der Heiligen und des Bösewichts (oder umgekehrt) sind da längst nicht so eindeutig verteilt, wie das manche glauben machen wollen. Und ein Großteil des Gemeinderats spielt im Hintergrund auch nicht immer eine hehre Rolle. Die unsägliche OB-Wahl wirkt hier ebenso noch nach wie die kommende Kommunalwahl ihre Schatten vorauswirft. Einen Oscar haben auf jeden Fall weder die Haupt- noch die Nebendarsteller verdient.

Und so bleibt im Grunde nur die Hoffnung, dass nach der nächsten Gemeinderatswahl ein echter Neustart gelingt. Damit es nicht zur „Mission impossible“ wird, die Stadt in eine gute Zukunft zu lotsen. Und stattdessen im Rathaus „Ziemlich beste Freunde“ an einem Strang ziehen.

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